Glossar

Compliance Auf Deutsch bedeutet compliance: "die Zustimmung / Befolgung / Einhaltung". In der Betriebswirtschaft ist es ein Begriff für die Einhaltung von Gesetz und Richtlinien, aber auch freiwilligen Vorgaben. Wer "in compliance with the law" ist handelt gesetzmässig.
Dealbreaker Der Begriff Dealbreaker (engl. deal = Geschäft und to break = brechen) kommt aus dem Bereich der Unternehmenstransaktionen (Firmenkäufe/-verkäufe/Fusionen). Dealbreaker sind Sachverhalte, die im Rahmen einer Unternehmenstransaktion zu einem Abbruch der Verhandlungen führen können. Ziel einer Due Diligence ist es unter anderem solche Dealbreaker aufuzudecken.
Due Diligence Eine Due Diligence-Untersuchung ist eine mit der «gebotenen Sorgfalt» durchgeführte Risikoprüfung. Eine Due Diligence-Untersuchung wird meist im Zusammenhang mit einem Unternehmenskauf oder -verkauf durchgeführt. Sie hat zum Ziel, die Stärken und Schwächen eines Unternehmens systematisch zu identifizieren und spielt eine wichtige Rolle bei der Wertfindung im Kauf- bzw. Verkaufsprozess.
Ertragswert Einen Ertragswert berechnet man meist im Rahmen eines Firmenkaufs bzw. -verkaufs. Berechnet wird der Ertragswert mit der Ertragswertmethode. Dabei werden mutmassliche zukünftige Gewinne einer Unternehmung "ewig" mit einem bestimmten Kapitalisierungszinssatz kapitalisiert. Der Methode liegt die Annahme zugrunde, dass ein Unternehmen für immer von den selben Eigentümern mit der selben Strategie weitergeführt wird.
Eingeschränkte Revision Ziel der eingeschränkten Revision einer Jahresrechnung ist eine Aussage des Revisors darüber, ob er auf Sachverhalte gestossen ist, die ihn zum Schluss veranlassen, dass die Jahresrechnung sowie der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes nicht in allen wesentlichen Punkten Gesetz und Statuten entsprechen. Diese Aussage macht der Revisor aufgrund von Befragungen, analytischen Prüfungshandlungen und angemessenen Detailprüfungen. Eine eingeschränkte Revision liefert nur eine begrenzte Urteilssicherheit. Diese kommt in der negativ formulierten Zusicherung des Revisors, dass die geprüfte Jahresrechnung keine wesentlichen Fehlaussagen enthält zum Ausdruck.
Gesetzliche Pflichten des Verwaltungsrats Zu den Gesetzlichen Pflichten des Verwaltungsrats gehören seine 7 unübertragbaren Aufgaben. Diese sind:
  1. die Oberleitung der Gesellschaft und Erteilung der notwendigen Weisungen
  2. die Festlegung der Organisation
  3. die Ausgestaltung des Rechnungswesens, der Finanzkontrolle sowie der -planung
  4. die Ernennung und Abberufung der mit der Geschäftsführung und der Vertretung betrauten Personen
  5. die Oberaufsicht über die mit der Geschäftsführung betrauten Personen, namentlich im Hinblick auf die Befolgung der Gesetze, Statuten, Reglemente und Weisungen
  6. die Erstellung des Geschäftsberichtes sowie die Vorbereitung der Generalversammlung und Ausführung ihrer Beschlüsse
  7. die Benachrichtigung des Richters im Falle der Überschuldung
Grössenkriterien Im Zusammenhang mit Revision wird oft von Grössenkriterien gesprochen. Damit sind die Schwellenwerte nach OR gemeint.
  • 20 Mio. Franken Bilanzsumme
  • 40 Mio. Franken Umsatz
  • 250 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Gesellschaften, die zwei dieser Kriterien in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren überschreiten, sind verpflichtet Ihre Jahresrechnung ordentlich Prüfen zu lassen.
IKS IKS steht als Abkürzung für Internes-Kontroll-System. Es unterstützt den Verwaltungsrat bei seinen gesetzlichen Pflichten (siehe Gesetzliche Pflichten). Unter interner Kontrolle werden alle durch den Verwaltungsrat oder die Unternehmensleitung angeordneten Vorgänge, Methoden und Massnahmen verstanden, die dazu dienen, einen ordnungsgemässen Ablauf der betrieblichen Aktivitäten zu gewährleisten sowie deren Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit sicherzustellen.
Interne Revision Die Interne Revision unterstützt den Verwaltungsrat und die Geschäftsführung in ihrer Kontroll-, Steuerungs- und Lenkungsfunktion. Mit einem systematischen Ansatz zur Bewertung und Verbesserung der Effektivität von Risikomanagement, internem Kontrollumfeld und Unternehmensführung, unterstützt sie eine Organisation bei der Erreichung ihrer Ziele.
Kapitalisieren Beim Kapitalisieren werden zukünftige Erträge oder Geldleistungen mit einem entsprechenden Zins auf den heutigen Wert umgerechnet. Man spricht dabei auch von der Diskontierung von zukünftigen Erträgen auf den Berechnungszeitpunkt. Das bedeutet ein Geldbetrag hat heute einen höheren Wert als in einem Jahr. Für die Berechnung sollte ein angemessener Kapitalisierungszinssatz (siehe Kapitalisierungszinssatz) gewählt werden der mindestens auf dem Zins für langfristige, risikofreie Anlagen basiert.
Kapitalisierungs-zinssatz Mit dem Kapitalisierungszinssatz werden - zum Beispiel im Rahmen eines Firmenkaufs - zukünftige Gewinne kapitalisiert (siehe Kapitalisieren). Der Kapitalisierungszinssatz basiert auf dem Zins für langfristige, risikofreie Anlagen. Zuschläge werden für das unternehmensspezifische Risiko, Branche und die erhöhte Kapitalbindung vorgenommen.
Ordentliche Revision Überschreitet eine Unternehmung gewisse Schwellenwerte (siehe Grössenkriterien) muss sie ordentlich geprüft werden. Ziel der ordentlichen Revision ist die Abgabe eines Urteils, ob ein Abschluss (z.B. Jahresrechnung) wesentliche Fehlaussagen enthält und ob er den anzuwendenden Rechnungslegungsnormen (z.B. Swiss GAAP FER oder IFRS) entspricht. Anders als bei der eingeschränkten Revision wird im Bericht der Revisionsstelle eine positive Prüfungsaussage gemacht und eine Empfehlung über die Genehmigung oder Rückweisung der Jahresrechnung gemacht. Diese Aussage macht der Revisor aufgrund von Prüfungsnachweisen, die er durch Befragungen, Analysen, Belegprüfungen etc. erlangt. Nebst dem zusammenfassenden Bericht muss ein umfassender Bericht über Feststellungen betreffend Rechnungslegung, IKS und Ergebnis der Revision erstellt werden. Zudem besteht eine Anzeigepflicht bei Verstössen gegen Gesetz und Statuten. Nur zugelassene Revisionsexperten/-innen können ordentliche Revisionen durchführen. Gleichzeitig werden hohe Anforderungen an die Unabhängigkeit der Revisionsstelle gestellt.
Revision Als Revision wird in der Betriebswirtschaft die Überprüfung der Finanzberichterstattung (z.B. der Jahresrechnung) von Unternehmen nach den jeweils geltenden Rechnungslegungsstandards insbesondere im Rahmen der für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlussprüfung verstanden. Dabei ist die eingeschränkte Revision von der ordentlichen Revision zu unterscheiden.
Substanzwert Der Substanzwert ist Wertansatz für die Bewertung eines Unternehmens. Für die Wertermittlung werden die Vermögenswerte einer Unternehmung in betrieblich notwendige und nichtbetriebliche Teile aufgeteilt. Die betrieblichen Vermögensteile werden danach zu betriebswirtschaftlichen Werten bewertet und um Rückstellungen und Verbindlichkeiten vermindert. Das nicht betriebliche Vermögen wird zum Nutz- oder Verkehrswert bewertet. Anschliessend gilt es abzuklären, was mit dem nicht betrieblichen Teil der Gesellschaft in Zukunft geschehen soll.
Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat ist das oberste, unternehmerische Organ einer Aktiengesellschaft. Der Verwaltungsrat trägt die persönliche Verantwortung für die Gesamtführung des Unternehmens und ebenfalls die Konsequenzen, falls die gesetzlichen Vorschriften nicht eingehalten werden.

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